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Zinsentwicklung 2025 und Ausblick 2026

  • Autorenbild: Thomas D. Portmann
    Thomas D. Portmann
  • 15. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Das Jahr 2025 war geprägt von geldpolitischer Lockerung. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) senkte den Leitzins auf 0,00 %, was insbesondere Saron-Hypotheken verbilligte. Für 2026 wird ein weiterer Rückgang erwartet: Prognosen deuten auf einen Leitzins von –0,25 % bis –1,00 % bis Jahresende, was wir allerdings nicht in diesem Ausmass erwarten. Wir gehen derzeit von sich seitwärtsbewegenden SARON-Sätzen zwischen 0.00% bis -0.25% aus. Die Inflationsprognosen liegen für 2026 bei 0.5%, für 2027 bei 0.7%. Dies spricht aus heutiger Sicht gegen steigende Geldmarktzinsen, aber auch gegen deutliche Negativzinsen.

Die Swap-Sätze für 10 jährige Festhypotheken haben sich von 0.85% im Frühjahr auf rund 0.40% eingependelt. Die Swap-Sätze entsprechen den Refinanzierungskosten der Banken am Kapitalmarkt ohne Kundenmarge und Risikokosten. Diese Entwicklung dürfte die Finanzierungskosten für Wohnbaugenossenschaften weiter senken und Investitionen erleichtern. Auch hier erwarten wir eher eine Seitwärtsbewegung.


Immobilienmarkt 2025 und Trend 2026

Der Schweizer Immobilienmarkt zeigte sich 2025, wie in den Vorjahren, robust. Renditeliegenschaften profitierten von tieferen Finanzierungskosten und stabiler Nachfrage.

Im Mietwohnungssegment stiegen die Angebotsmieten weiter, während Bestandsmieten, auch aufgrund tiefer Inflation und sinkendem Referenzzinssatz, seitwärts tendieren. Auch hier spielt die Lage wieder eine zentrale Rolle. In Ballungsgebieten sind Mietwohnungen nach wie vor rar, Bauprojekte können zu wenig rasch realisiert werden.


Für 2026 wird eine weitere Fortsetzung der Preisentwicklung erwartet. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum bleibt hoch, insbesondere in urbanen Zentren. Wohnbaugenossenschaften profitieren von dieser Stabilität, insbesondere bei Neubauprojekten mit sozialem Fokus und einem geringen Leerstandsrisiko.


Hypothekarmarkt und Perspektiven für Wohnbaugenossenschaften

Nach der Kreditklemme 2023/24 zeigt sich der Hypothekarmarkt 2025 wieder zugänglicher. Die SNB-Zinssenkungen und die Ausbreitung der Basel III finish Regelung haben die Bedingungen für Wohnbaugenossenschaften verbessert. Diese gelten neu als gleiches Risiko wie selbstbewohntes Wohneigentum und sind dadurch günstiger positioniert als Renditeliegenschaften.


Ein zusätzlicher Impuls könnte ab 2026 / 2027 durch die Abschaffung des

Eigenmietwertes entstehen. Eigentümer werden voraussichtlich vermehrt amortisieren, was die Nachfrage nach neuen Hypotheken reduziert und Banken mehr Spielraum für genossenschaftliche Finanzierungen bietet.

Für Wohnbaugenossenschaften bedeutet dies: günstigere Konditionen, höhere Planungssicherheit und bessere Chancen auf langfristige Finanzierung. Besonders bei Projekten mit nachhaltigem oder gemeinnützigem Fokus könnten Förderinstrumente und Partnerschaften zusätzlich helfen.


Empfehlungen von Mint Real Estate

Kontaktieren Sie uns frühzeitig zur Analyse Ihres Hypothekarportfolios. Gerne zeigen wir Ihnen auf, wie Ihre Genossenschaft sich auf die nächsten Fälligkeiten oder bevorstehenden Investitionen optimal vorbereiten kann. Dies ist ein Angebot vom Dachverband Wohnbaugenossenschaften Schweiz, welches bereits von einer Vielzahl von gemeinnützigen Wohnbauträgern beansprucht wurde.

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