Mehrgenerationenhaus: Gemeinsam wohnen mit Privatsphäre und Flexibilität
- Olivia Portmann-Mosca

- 11. Mai
- 2 Min. Lesezeit

Lange war es selbstverständlich, dass mehrere Generationen unter einem Dach lebten. Heute ist dieses seltener geworden. Nicht, weil der Wunsch nach Nähe fehlt, sondern weil viele moderne Wohnobjekte kaum noch darauf ausgelegt sind. Dabei bietet das Mehr-generationenwohnen einige Vorteile: Unterstützung, gemeinsame Betreuung und Nähe im Alltag. Damit das Zusammenleben so gelingt, ist es sinnvoll ein Haus zu haben, welches Raum für die Gemeinschaft hat und Rückzugsmöglichkeiten bietet.
Warum das Mehrgenerationenhaus früher selbstverständlich war
Früher unterstützten sich Grosseltern, Eltern und Kinder im Alltag, teilten Verantwortung und verbrachten viel Zeit miteinander. Heute hat sich das verändert. Standardisierte Grundrisse und fehlende Rückzugsmöglichkeiten erschweren das harmonische Zusammenleben verschiedener Lebensphasen. Gleichzeitig führen Ausbildung, Studium und berufliche Mobilität dazu, dass junge Erwachsene oft weit weg vom Elternhaus leben.
Was jedoch bleibt, ist der Wunsch nach Nähe, Verbundenheit und gegenseitiger Unterstützung – besonders, wenn Kinder da sind oder ältere Familienmitglieder Hilfe benötigen.
Mehrgenerationen-Wohnen: Vorteile für Jung und Alt
Viele Familien kennen die Vorteile, wenn Grosseltern in der Nähe leben. Es geht dabei nicht nur um flexible Kinderbetreuung. Auch die ältere Generation profitiert vom Austausch mit den Jüngeren – sei es im Umgang mit digitalen Technologien oder durch gemeinsame Aktivitäten im Alltag.
Doch Mehrgenerationen-Wohnen funktioniert längst nicht mehr nur innerhalb der eigenen Familie. Immer häufiger entstehen generationenübergreifende Wohnformen zwischen nicht verwandten Menschen. Zum Beispiel gibt es immer wieder Studierende, die bei alleinstehenden älteren Personen wohnen und einen Teil der Miete durch Arbeit tilgen können. Auch sogenannte WGs im Alter werden immer populärer. Dabei werden grosse Familienhäuser nach dem Auszug der Kinder von mehreren Personen gemeinsam genutzt. Mittlerweile gibt es verschiedenste Wohnprojekte, die verschiedene Lebensphasen unter einem Dacht verbinden. Der gemeinsame Nenner dieser Modelle ist das kombinieren der Gemeinschaft, die gegenseitige Unterstützung und dennoch die Möglichkeit die individuelle Freiheit beizubehalten. Ein Trend, der in der Schweiz zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Was ein modernes Mehrgenerationenhaus auszeichnet
Damit ein Mehrgenerationenhaus funktioniert, braucht es gewisse bauliche Voraussetzungen. Entscheidend ist die Balance zwischen Nähe und Rückzug. Ein solches Wohnmodell lebt davon, dass separate Wohnbereiche eigenständiges Leben ermöglichen, während gut gestaltete Gemeinschaftszonen Raum für Begegnungen schaffen. Ebenso wichtig sind Rückzugsmöglichkeiten im Aussenraum – etwa Terrassen, Gärten oder geschützte Sitzplätze – sowie flexible Grundrisse, die sich an veränderte Lebenssituationen anpassen lassen. Neben der Architektur spielen auch klare Absprachen, Hausregeln und eine gute Organisation eine wesentliche Rolle. So entsteht ein Wohnmodell, das sowohl Verbundenheit als auch Individualität stärkt und sich ideal für Familien oder Wohngemeinschaften eignet, die mehrere Generationen unter einem Dach vereinen möchten.
Passendes Objekt für ein Mehrgenerationenhaus: Das Chalet in Bolligen
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